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Kulturelle Patientenbetreuung
Who is who?

Wenn der Magen uns plagt ...

Wenn der Magen uns plagt ...

Wie wichtig ein zufriedener Magen für das allgemeine Wohlbefinden ist, weiß man erst zu schätzen, wenn er Kummer und Schmerzen bereitet. Schätzungsweise drei Millionen Bundesbürger haben einen "empfindlichen" Magen, einen Magen, der schon bei geringster Belastung mit einer Vielzahl von Beschwerden reagiert. Viele Betroffene, die unter diesen Mißempfindungen leiden, konsultieren deshalb einen Arzt. Meist stellt sich heraus, daß der Magen "organisch" gesund ist. Das bedeutet, daß bei einem völlig intakten Organ lediglich die Funktion, das normale Arbeiten des Magens gestört ist (funktionelle Störung).

Was geschieht im Magen mit den Speisen?

Bei flüchtiger Betrachtung ist der Magen ein Muskelsack oder auch ein "Boxhandschuh". Mit seinem Fassungsvermögen von etwa 1,5 bis 2 Litern ist er eine Art Vorratsbehälter, in dem die mehr oder weniger gut gekauten Speisen teilweise verdaut werden. Dazu wird der Nahrungsbrei durchgeknetet und gewendet. Regelmäßig, in einem bestimmten Rhythmus, zieht sich der Magen zusammen, um die Speisen zu walken, sie mit den Magensäften zu vermengen und zum Magenausgang, dem Pförtner, zu befördern. Diese Muskelbewegungen (Peristaltik) steuern Nervengeflechte in der Magenwand.

Woraus besteht der Magensaft?

Die Magenschleimhaut produziert täglich etwa 1 bis 2 Liter Magensaft. Diese Flüssigkeit enthält außer Wasser und Salzsäure vor allem das wichtige Verdauungsenzym Pepsin. Die Salzsäure vernichtet die Bakterien und macht den Magen nahezu keimfrei. Sie fördert des weiteren die Sekretion und die Wirkung des Pepsins, indem sie die Speisen aufweicht. Damit sich der Magen nicht selbst verdaut, sondert die Magenschleimhaut einen Schleim ab, der sich wie ein Schutzfilm auf die Magenwand legt. Der Schleim hat also keine verdauende Funktion, sondern schützt den Magen lediglich vor der Selbstverdauung durch Magensaft. Wie schnell die Speisen in den Dünndarm befördert werden, hängt u.a. von der Zusammensetzung der Nahrung ab. Aber auch schlecht gekautes Essen kann die Verweildauer im Magen beeinflussen.

Zusammenspiel von Magen und Psyche

Die Magenwände und ihr Immunsystem stehen in engem Kontakt zum vegetativen Nervensystem und werden durch dieses gesteuert. Dieses Nervensystem, das z.B. auch die Herztätigkeit reguliert, ist anfällig für Streß und ebenfalls dafür, wenn das innere Gleichgewicht gestört ist. Deshalb können seelische Belastungssituationen sehr häufig Auslöser von Beschwerden und Schmerzen im Magen-Darm-Trakt sein. Verdauungsbeschwerden äußern sich in Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder Aufstoßen. All diese Symptome kennzeichnen ein Krankheitsbild, das viele Namen hat: u.a. nervöser Magen, saurer Magen u.s.w. Inzwischen spricht man für diese Vielzahl von Erscheinungen vom sogenannten "Reizmagen". Der "nervöse" Darm (Reizdarm oder Streßdarm) mit seinen Beschwerden wie Durchfall, häufiger aber Verstopfung, ist hierfür genauso ein Beispiel.

Funktionelle Störungen

Bei mehr als der Hälfte aller Magenbeschwerden ist die natürliche Magenbewegung (Motorik) gestört. Folge: Die Speisen haben ein längere Verweildauer im Magen als normal und verursachen somit die typischen Mißempfindungen.

Gründe hierfür sind häufig Dinge, die mit unserem Lebensstil zusammenhängen:
  • üppige Mahlzeiten
    Eine Übersäuerung des Magens spielt beim Reizmagen kaum eine Rolle. In erster Linie ist es die starke Ausweitung (z.B. nach überreichlichem Essen), die die Beweglichkeit hemmt und demzufolge Beschwerden auslöst. Deshalb verstärken sich die Schmerzen auch oft nach dem Essen.
  • zu viel Fett
    Sehr fettreiche Speisen hemmen die Magentätigkeit und verzögern somit die Entleerung des Mageninhalts in den Dünndarm.
  • Hektik im Alltag
    Seelische Erregungen, depressive Verstimmungen, Nervosität, Streß, Ärger und Ängste können derart "auf den Magen schlagen", daß sein normales Muskelspiel nicht mehr richtig funktioniert. Er wird träge und vernachlässigt seine Hauptaufgabe, die Speisen zu transportieren.

Reizmagen oder Gastritis

Die Beschwerden, die von einem Reizmagen ausgehen, unterscheiden sich kaum von den Beschwerden bei einer akuten Gastritis. Doch anders als beim Reizmagen können bei der akuten Gastritis verdorbene Lebensmittel, Alkoholmißbrauch, Nikotin und extrem kalte Speisen auslösende Ursachen sein. Aber auch aggressive Medikamente (Rheuma- und Schmerzmittel), schwere Infektionen sowie allergische Zustände kommen in Betracht. Bei einer akuten Gastritis kommt es meist, wenn die auslösenden Faktoren ausgeschaltet werden, zum Schwinden der Symptomatik und zu einer Heilung. Selten entwickelt sich die chronische Gastritis aus der akuten Form der Erkrankung. Sie tritt recht häufig ohne wesentliche Beschwerden und ohne akute Vorboten auf. Die Ursache der sehr häufigen chronischen Gastritis ist nicht sicher bekannt. Diskutiert werden u.a. das chronische Einwirken von Noxen, z.B. bei Alkoholikern und auch verschiedene Medikamente. Neuere Erkenntnisse zeigen keinen Zweifel mehr, daß die Erkrankung in der Mehrzahl der Fälle durch eine Besiedlung der Schleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori ausgelöst wird. Die Symptomatik der chronischen Gastritis ist oft sehr unterschiedlich. Manche Patienten sind völlig beschwerdefrei, andere hingegen haben ähnliche Symptome wie sie bei der akuten Gastritis beschrieben werden. In jedem Fall sollte eine chronische Gastritis nicht unbehandelt bleiben, denn auf dem Boden dieser Entzündung können mitunter Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm entstehen.

Allgemeine Richtlinien für den Magenkranken

Strenge Diätvorschriften für Magenkranke gibt es nicht mehr. Heute gilt: "Alles, was vertragen wird, ist auch erlaubt". Einige Ratschläge hierzu können dennoch sehr hilfreich sein.
Essen und Trinken
  • Magenkranke haben oft Probleme mit fritierten Speisen (z.B. Pommes frites) und fettreichen Nahrungsmitteln: Fett belastet den Magen am stärksten!
  • Blähende Gemüsesorten (Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln) und unreifes Obst werden meist schlecht vertragen,
  • Scharfe Gewürze (Paprika, Chili, Pfeffer, Curry ... ) können die Magenschleimhaut reizen,
  • Bohnenkaffee sowie auch schwarzer Tee sind häufig unbekömmlich.
Über die Eßgewohnheiten
  • Eine vernünftige Aufteilung der Nahrungsaufnahme entlastet den Magen. Deshalb sind mehrere kleine Mahlzeiten am Tag besser als nur wenige große.
  • Zum Essen soll man sich Zeit nehmen und jeden Bissen genießen - vor allem gründlich kauen, denn "Gut gekaut ist halb verdaut"!
  • So sollte der Tag beginnen: Für ein Frühstück in Ruhe lohnt es sich in jedem Fall, auch einmal etwas früher aufzustehen!
  • Unmittelbar vor dem Schlafengehen noch essen ist nicht förderlich für einen gesunden Schlaf.
Altbewährte Hausmittel wieder aktuell
  • Tee, zubereitet aus Kamille, Minze, Melisse und Fenchel kann der angegriffenen Magenschleimhaut Linderung verschaffen.
  • Warme Bauchauflagen wirken oft schmerz- und krampflösend. Anstelle feuchtheißer Tücher können auch Heizkissen oder Wärmflaschen wohltuend auf den Magen wirken.
Zurückhaltung bei Alkohol
  • Konzentrierter Alkohol und "saure" Weine sind möglichst zu meiden. Günstiger ist, sich auf alkoholschwächere Genußmittel wie Bier und Wein, eingebunden in Mahlzeiten, zu beschränken.
Entspannung tut gut
  • Entspannungstechniken, etwa autogenes Training oder Yoga, können helfen, ein stabiles seelisches Gleichgewicht zu erlangen - bei Magenleiden und auch zur Vorbeugung!
Bei Beachtung dieser einfachen Hinweise und Ratschläge kann in den meisten Fällen der Magen wieder in Schwung kommen.

Sigrid Koppe, Diätberaterin, Klinik für Innere Medizin III und IV

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"Mitarbeiter für Patienten" - Wechselausstellungen am Klinikum

Bei einem Rundgang durch das Klinikum begegnet man in den Eingangsbereichen und Fluren der Stationen zunehmend kleinen Ausstellungen, an denen sich Patienten, Mitarbeiter und Besucher erfreuen können. Was vor etwa zwei Jahren mit Fotos aus Island auf Station 8 der Chirurgie begann, setzte sich dann in der HNO, Urologie, Radiologie, Neurologie und Kieferchirurgie fort. Künstlerische Arbeiten von Jenaer Schülern, sowie Fotoserien zu verschiedenen Themen, die zwischen den Häusern ausgetauscht werden, bieten Blickfänge und Ruhepunkte in der Hektik des Stationsalltages. Einen würdigen Rahmen für die am 11.05.99 eröffnete
Klinik für Neurochirurgie bildeten die großformatigen Aquarelle der Jenaer Malerin Waltraud Ehrlich Schmidt zum Thema "Spurensuche". Aber auch die kleine Ausstellung von Mathilde Menzel in der Hautklinik mit Urlaubsfotos einer Island-Reise zeigt, daß sich die Mitarbeiter aktiv an der Gestaltung ihres Umfeldes beteiligen und damit auch einmal ihre kreativen und künstlerischen "Saiten" zum Klingen bringen können. Deshalb möchte ich alle Mitarbeiter, die sich mit Fotografie, Malerei oder anderem bildnerischem Gestalten beschäftigen, aufrufen, ihre Arbeiten unter dem Motto "Mitarbeiter für Patienten" für die Gestaltung weiterer Ausstellungen zur Verfügung zu stellen.

Gudrun Türk, Kulturelle Patientenbetreuung

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Who is who?

KM - Who is Who?
Preisrätsel

Der Name des heute Gesuchten ist untrennbar mit der "Zeit Goethes" verbunden. Der 1744 als Sohn eines Kantors in Ostpreußen Geborene studierte in Königsberg und arbeitete mehrere Jahre als Domprediger und Lehrer in Riga. 1770 machte er in Straßburg die Bekanntschaft Goethes, der ihn 1776 gegen manche Widerstände als Generalsuperintendenten des Herzogtums Sachsen-Weimar, als Pastor primarius an der Stadtkirche St. Peter und Paul und Oberhofprediger nach Weimar holte. Aber nicht nur als Kirchenmann und religiöser Denker wurde er bekannt. Sein umfangreiches Werk umfaßt zahlreiche Arbeiten zur Sprache, zur Philosophie sowie zur Literaturgeschichte und -theorie. Dabei regte er unter anderem die deutsche Shakespeare-Rezeption an. Er starb am 18.12.1803 in Weimar.


Ihre Lösung schicken Sie bitte an die

Redaktion KLINIKMAGAZIN
Bachstraße 18
07743 Jena

oder per eMail an:
voecklers@aol.com

Unter den Einsendern mit der richtigen Lösung verlosen wir unter Ausschluß des Rechtsweges einen Büchergutschein im Wert von 80 DM, den uns der Förderverein des Klinikums der FSU Jena e.V. zur Verfügung stellte, sowie drei weitere Büchergutscheine im Wert von jeweils 20 DM, die von der Jenaer Universitätsbuchhandlung - JUB - gesponsert wurden.

In Heft 25 suchten wir:

Konrad Duden

Den glücklichen Gewinnern herzlichen Glückwunsch!

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