Klinikumsneubau  
Klinikumsneubau:     Kapelle eingeweiht

Kapelle im Klinikumsneubau
In der Kapelle im Klinikumsneubau: Landesbischof Christoph Kähler, Oberkirchenrat Peter Zimmermann, Pastorin Barbara Sonntag, Pastorin Brunhilde Nolde und Monsignore Karl-Heinz Ducke (v.r.); Foto: Bärthel

Ort der Stille und inneren Einkehr

Landesbischof weiht Kapelle im Klinikumsneubau ein

Ein knappes Vierteljahr nach dem Umzug in den Klinikumsneubau wurde dort Mitte Juni die ökumenische Kapelle offiziell eingeweiht. Emilio Pesapane, ein in Deutschland arbeitender italienischer Architekt, hat hier einen ca. 100 mē großen "Ort der Stille" geschaffen, der 50 Menschen Platz bietet und Patienten, Angehörigen und Personal offen steht. Er kann sowohl von evangelischen als auch katholischen Geistlichen zu Andachten genutzt werden. Lichtschächte über dem Altar und dem im Eingangsbereich befindlichen Wasserbecken schaffen eine helle und freundliche Atmosphäre.
Landesbischof Christoph Kähler, der die Predigt zur Einweihung hielt, Oberkirchenrat Peter Zimmermann von der Thüringer Landeskirche und Monsignore Karl-Heinz Ducke, katholischer Pfarrer in Jena, zeigten sich beeindruckt. Bereits vorher hatte der Landesbischof einen Rundgang durch den Neubau unternommen und sich über die dort befindlichen Einrichtungen und Funktionen informiert.
Die Klinikseelsorger beider Konfessionen sind sehr froh über diese Kapelle. "Wir hatten solche Möglichkeiten im Bereich der Bachstraße bisher nicht", sagte Klinikseelsorger Jochen M. Heinicke, "umso mehr freuen wir uns, hier nun einen Ort zu haben, in dem man Ruhe findet, das Gespräch mit sich selbst, mit anderen und mit Gott suchen kann." Pastorin Brunhilde Nolde, die an diesem Tag nach mehr als 13 Jahren Tätigkeit als Klinikseelsorgerin vom Landesbischof in den Ruhestand verabschiedet wurde, ist schon ein wenig traurig, dass sie diese neue Einrichtung nicht mehr als "Aktive" nutzen kann, freut sich aber umso mehr für ihre Nachfolger. Sie will sich nun der Geschichte der Krankenhausseelsorge in Jena widmen und dabei noch einmal sehr deutlich den Unterschied zwischen der Klinikseelsorge "gestern und heute" aufzeigen.
Laufender Klinikbetrieb in einer medizinischen Hochleistungseinrichtung wie dem Jenaer Klinikum mit Nothilfezentrum und Chirurgischer Klinik ist zwangsläufig mit einer gewissen Hektik und Unruhe verbunden. Auch vor diesem Hintergrund habe man von Beginn an auf die Bedeutung einer solchen Kapelle hingewiesen, einem Ort, an dem nicht nur Patienten und Angehörige, sondern auch Mitarbeiter die Möglichkeit zur Besinnung und zur inneren Einkehr haben sollen, erklärte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Klaus Höffken, eines der Anliegen dieser Einrichtung. Die Klinikseelsorger werden künftig zu festen Zeiten Gottesdienste in der Kapelle anbieten und dabei auch die im Neuklinikum vorhandenen technischen Möglichkeiten nutzen, um diese Veranstaltungen künftig über das hausinterne Fernsehen in die Patientenzimmer zu übertragen. jh

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