Wissenschaft & Forschung:    Forschungszentrum Lobeda eingeweiht
Meldungen aus dem Universitätsklinikum

"Forschung ist immer auf dem Weg und nie am Ziel"

Forschungszentrum Lobeda offiziell eingeweiht

Forschungszentrum Lobeda

oben: Ulrich Schreiber, Leiter des Staatsbauamtes Gera, während seiner Ansprache.
unten: Dr. Joachim Clement informierte über die Arbeit im onkologischen Forschungslabor
Fotos: Foto: Bärthel/Schacke

Am 6. Mai 2002 wurde in einer Feierstunde das Forschungszentrum Lobeda als ein weiterer Teilbereich des 1. Bauabschnittes des Klinikumsneubaues übergeben. Die Übernahme durch die Universität erfolgte im Februar 2002, im Sommer werden voraussichtlich alle Nutzer ihre Räume bezogen haben. Namhafte Vertreter der Landespolitik, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, die Universitätsleitung, der Jenaer Oberbürgermeister, Vertreter der an Bau und Ausrüstung beteiligten Betriebe und zahlreiche Direktoren der Kliniken und Institute konnten sich davon überzeugen, dass mit diesem Forschungsneubau die Jenaer Forschungslandschaft erneut einen bedeutenden Zuwachs erhalten hat. Finanzminister Andreas Trautvetter sprach davon, dass Fortschritt und Forschung immer Hand in Hand gehen und es sich daher lohne, in die Forschung zu investieren. Deshalb seien die 23 Millionen Euro für Bau und Ausstattung (das sind immerhin ca. 5.600 Euro/qm) gut angelegt. Letztendlich befinde man sich auch in der Forschung mehr denn je im Wettbewerb mit allen EU-Staaten. Wissenschaftliche Erfolge erhöhen die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Jena, dessen Lehr- und Forschungspotenzial bereits seit langem einen guten Namen hat und ziehen wiederum Investoren an, die zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Auf 4 Etagen mit ca. 4000 qm Nutzfläche sind Labore und Querschnittseinrichtungen für die bereits in Lobeda ansässigen Kliniken und Institute sowie die im 1. Bauabschnitt vertretenen Einrichtungen (Chirurgie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurologie, Anästhesiologie/Intensivtherapie, Klinische Chemie, Röntgendiagnostik) untergebracht. Die zur Eröffnung geladenen Gäste konnten sich davon überzeugen, dass hier ein multifunktionelles Gebäude seinen Betrieb aufgenommen hat, in dem vor allem die Interdisziplinarität eine sehr wesentliche Rolle spielen wird. Die gemeinsame Nutzung von Infrastruktureinrichtungen (z.B. Radionuklidbereich mit 200 qm, der einen sicheren Umgang mit molekularbiologischen Methoden und Radionukliden garantiert) und anspruchsvoller Laborgeräte sollen nicht nur Synergieeffekte schaffen, sondern auch die Grundlage für eine effiziente Forschungsorganisation bilden.
Rektor Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn verwies in seinem Grußwort auf den immer noch vorhandenen Nachholbedarf an Forschungsleistungen z.B. im Vergleich mit den USA. Dennoch müsse sich die deutsche Forschung und speziell die an der Medizinischen Fakultät keineswegs verstecken. Die Abkehr von regionalem und nationalem Egoismus, die Interdisziplinarität und die internationale Orientierung schaffen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Forschungstätigkeit. Nicht zuletzt die Akkreditierung als 9. Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung in Deutschland habe bewiesen, dass sich die Jenaer Forscher auf dem richtigen Weg befinden. Sehr viel verspricht sich die Klinikumsleitung von der hier praktizierten projektbezogenen Vergabe von 50% der Forschungsflächen. Eine höhere Flexibilität und eine leistungsgerechte Ressourcenzuordnung sowie eine bessere Auslastung der Labore kann hierdurch garantiert werden. Tiermodelle sind die Voraussetzung für klinische Studien, betonte Dekan Prof. Dr. Heinrich Sauer. In einem auf etwa 1000 qm betriebenen tierexperimentellen Bereich im 3. Obergeschoss können Krankheitsmodelle in Kleintieren erstellt und bearbeitet sowie therapeutische Versuche unter modernsten Bedingungen ausgeführt werden. Die Ausstattung dieses Bereiches befindet sich durch Sterilisations-, Schleusen- und Klimatisierungsanlagen auf einem sehr hohen Niveau und garantiert so das Tierexperiment nicht nur auf höchstem Standard, sondern auch unter Berücksichtigung des Tierschutzes. Dr. Johann Komusiewicz, Leiter der Wissenschaftsabteilung im TMWFK, sprach in Anlehnung an ein Goethe-Wort von einem "Haus am rechten Fleck, wohl begründet und vollkommen ausgeführt", das auch bald die Möglichkeit für die Einrichtung des ersten klinisch orientierten Sonderforschungsbereiches in Jena bilden sollte. jh

Zurück zum Seitenanfang


OA Dr. Will in München ausgezeichnet

Herr OA Dr. med. Uwe Will, Klinik für Innere Medizin I der FSU Jena (Direktor: Prof. Dr. H. Bosseckert) erhielt anlässlich des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren vom 13. bis 16. März 2002 in München den

Dr. Jürgen Reichenbach erhielt Forschungspreis

Herrn Dr. Jürgen Reichenbach (Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie) wurde auf dem European Congress of Radiology (ECR) 2002 in Wien im Rahmen des Research und Education Fund-Programms dieser Organisation für das Projekt "High-Resolution Venographic BOLD Imaging of the Human Brain and its Application to Brain Lesions" der Amersham Health Research Fellowship Grant verliehen. Dieser Preis ist mit EUR 14.534,57 dotiert. Zudem wurde auf dem ECR 2002 das Poster "Clinical applications of high-resolution BOLD venography" J. R. Reichenbach, C. Fitzek, L. Jonetz-Mentzel, D. Sauner, H.-J. Mentzel, E. M. Haacke, W. A. Kaiser mit einem Posterpreis ausgezeichnet.

Dr.-Ludwig-Pfeiffer-Medaille für Prof. Dr. Gertrud Peiker

Im Rahmen der "Ärztewoche Thüringen" ist Frau Prof. Dr. Gertrud Peiker mit der Dr.-Ludwig-Pfeiffer-Medaille geehrt worden. Die Auszeichnung wird von der Landesärztekammer für besondere Verdienste um die Thüringer Ärzteschaft verliehen. Frau Prof. Peiker gründete 1991 in Jena eine Beratungsstelle zur "Anwendung von Medikamenten in der Stillperiode". Die Stelle ermöglicht die fachkompetente, konsiliarische Beratung sowohl für den behandelnden Arzt als auch für die Schwangere hinsichtlich möglicher schädigender Wirkungen von Medikamenten bei der Einnahme in Schwangerschaft und Stillperiode. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung von Mutter und Kind.

Gunthram von Schenk in den Vorstand gewählt

Auf der diesjährigen Frühjahrstagung der Landesgruppe Thüringen des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. wurde der Verwaltungsdirektor des Jenaer Universitätsklinikums, Gunthram von Schenk, erneut in den Landesvorstand des Verbandes gewählt. Im Amt des Landesvorsitzenden wurde Hans-Georg Hunger, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Greiz GmbH, bestätigt.

Zurück zum Seitenanfang

Zurück zum Hauptmenü

Zur Titelseite